Eva Kosinar lässt in ihren Arbeiten komplexe, vielgestaltige Realitäten entstehen, die ihren Ursprung im Märchen, Sagenwelten, klassischen Erzählungen, epischen Filmtragödien und privaten Erlebnissen haben.

 

So gibt es eine Reihe von ineinander verflochtenen, künstlerischen Arbeiten über die Drogenbaronin Ava, die sich wie eine Comic-Heldin aus ihrer von Gewalt geprägten Kindheit in Texas zur mächtigsten und gefürchtetsten Kartellchefin entwickelt. Dabei bedient sich die Künstlerin verschiedener Sujets aus der (Kunst)geschichte, Comicwelten, religiösen Darstellungen, klassischen Fotoarbeiten und Found Footage.

 

Die vordergründige Absurdität dieser Erzählungen und Geschichten verweist auf Wirklichkeiten, die unter der Oberfläche eines bequemen Weltbilds, das neben sich nichts zulassen möchte, lauern und ausbrechen. So bieten Witz und Absurdität in Eva Kosinars Arbeiten, die Möglichkeit sich mit Andersartigkeiten und alternativen Lebensentwürfen zu beschäftigen. 

 

 

Franz Niegelhell (Kulturjournalist)